Erneute Kampfmittelräumung im Steinhuder Meer

Im Bereich des Hafens Steinhude befand sich auf dem ehemaligen Schäkellager während des 2. Weltkriegs eine fest montierte Flakeinrichtung als Vorfeldschutz für den Flugplatz Wunstorf. Die Flak wurde bis in die letzten Kriegstage durch Luftwaffeneinheiten des Flugplatzes betrieben. Ein umfangreiches Munitionslager befand sich im Außenbereich der ehemaligen Fabrikationshalle. Bei Kriegsende wurden die noch vorhandenen Kampfmittel über die vorgelagerten Steganlagen ins Steinhuder Meer entsorgt. Noch heute werden darum immer wieder Flak- Spreng- oder Panzergranaten und andere Munition gefunden.

Obwohl in den vergangenen Jahren immer wieder Teilbereiche des Steinhuder Meeres von den Hinterlassenschaften des 2. Weltkrieges geräumt wurden, ist der See noch nicht gänzlich von diesen Altlasten befreit. In den kommenden Wochen wird das Dezernat Kampfmittelbeseitigung der Bezirksregierung Hannover in Steinhude erneut aktiv. Eine Fläche von rund 12.000 Quadratmetern soll im Bereich östlich des Hafens in den Steganlagenbereichen 130 bis 134 freigeräumt werden. Gearbeitet wird in einer Wassertiefe von 40 bis 100 Zentimetern zum Teil mit Hilfe von Tauchern. Das Material wird in geeigneten Spezialbehältern gesammelt und zur Vernichtung nach Munster abtransportiert.

Um den jeweiligen Räumbereich wird ein Sicherheitsradius von 300 Metern gezogen werden. Das bedeutet, dass sich in diesem Bereich keine unbefugten Personen aufhalten dürfen. Die Absperrungen werden von den örtlichen Sicherheitskräften durch Schilder und Sperrband gekennzeichnet. Die Arbeiten werden am 24.02.2004 beginnen und voraussichtlich Ende März abgeschlossen sein.

Auf einer kleineren Testfläche von ca. 3500 Quadratmetern wurden im September vergangenen Jahres bereits über 200 Kilogramm Munition und Granaten geborgen. Insofern ist auch auf der jetzt vorgesehenen Seefläche mit erheblichen Kampfmittelmengen zu rechnen.

Noch heute sind alte Munition und Granaten gefährlich. Die Bezirksregierung Hannover warnt Finder darum eindringlich davor, derartige Gegenstände in die Hand zu nehmen.

Quelle: Bezirksregierung Hannover

zurück zur Übersicht...